Deutschlandcup

Zum Deutschlandcup in Clausthal Zellerfeld sind die Sportler zum Einzelwettkampf angetreten. Es war gleichzeitig Probelauf und Übungswettkampf für den einen oder anderen Sportler in Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft, den größten nationalen Wettkampf im Sommerbiathlon im September in Oberhof.
Maurice, Cedric, Jonas, Johannes, Julius und Tim sind bereits am Freitag mit Torsten zum Training nach Clausthal gefahren. Sie haben sich mit den Strecken und dem Schießstand vertraut gemacht, da dieses Mal nicht im Zellerfelder Tal sondern auf dem Sonnenberg gelaufen und geschossen wurde. Die Kinder kennen die Strecken zwar vom Winter, da dort ja auch das Landesleistungszentrum für den Winterbiathlon von Niedersachsen ist. Doch die Skistrecken sind nicht gleich den Crosslaufstrecken. Gerade auch wieder die Kleinsten und Tim Wachsmuth als Neuling sollten sich mit den Bedingungen der Anlage vertraut machen, um am nächsten Tag einen ruhigen Ablauf des Wettkampfes sicher zu stellen.
Der Weg hatte sich gelohnt. Das Urteil des Trainers nach diesem Tag: „Die Kinder haben geschossen wie die Götter. Es war schon beängstigend wie wenig Spiegel stehen geblieben sind. Hoffentlich bekommen sie das morgen im Wettkampf auch so hin“.
Am Samstag ging es dann 6.30 Uhr in Großpaschleben los. 8.30 Uhr war bereits Waffenkontrolle und ab 9.00 Uhr Anschießen. Die Kinder haben ihre Aufgaben bravourös gelöst, haben ordentlich angeschossen und beherzigt was im Training geübt wurde. Beim Deutschlandcup gibt es pro Fehlschuss 30 Sekunden Strafzeit, dafür keine Strafrunden. Die beiden Kleinen waren wider Erwarten recht gut. Maurice Herold lief wieder mit Ausnahmegenehmigung, da er für die Altersklasse Schüler B noch 1 Jahr zu jung ist. Er belegte Platz 2, hat trotzdem nicht sein optimales Schießen gezeigt (3/2 Fehler), denn eigentlich kann er es besser.
Cedrik Loettel hatte wie immer noch 1.000 Fragen vor dem Wettkampf. Eigentlich könnte er sich diese selbst beantworten. Es ist bei ihm das immer wiederkehrende Lampenfieber vor dem Wettkampf, welches ihm häufig einen Strich durch die Rechnung macht. Er belegte Platz 5, mit 3/4 Schießfehlern. Überraschend war das kleine Teilnehmerfeld. Das in dieser Altersklasse nur 8 Sportler gestartet sind, ist schon verwunderlich. Wir wissen, dass zur Deutschen Meisterschaft ca. 30 – 40 Sportler in dieser Altersklasse an den Start gehen. Allerdings gibt es dort keine Altersklasse Schüler A, sondern auch die jüngeren Kinder müssen in der Altersklasse Schüler B starten.
Johannes Pick hat an diesem Tag alle Sportler in seiner Altersklasse deklassiert. Er zeigte nicht die optimalste Schießeinlage (1/2). Mit seinen läuferischen Fähigkeiten hat er wieder einmal die Konkurrenz stehen lassen und war somit kaum zu schlagen. Er siegte überragend mit einer Gesamtzeit von 12’38 Minuten. Hoffentlich bringt er diese Leistung auch im Sommer zur Deutschen Meisterschaft. Allerdings sollte er dort sein Schießen souveräner gestalten und mehr Nerven zeigen.
Auch Jonas Baumgarten hat wieder ohne erkennbare Sicherheitsverstöße gearbeitet, so dass wir für den Sommer von den Abläufen her gut gerüstet sind. Jonas hat auf der Strecke gekämpft, sich immer bemüht den Abstand zu Johannes so klein wie möglich zu halten. Er zeigte im Starterfeld (13 Teilnehmer) seiner Altersklasse die besten Schießergebnisse (1/1). Diese wünschen wir uns für die Deutsche Meisterschaft in unveränderter Konstanz. Mit einem konsequenten Sommertraining muss er sich bemühen den Laufrückstand auf seine Konkurrenz weiter zu verringern. Er belegte auf dem Sonnenberg Platz 5.
Tobias Feige konnte in seiner Altersklasse ebenfalls Platz 1, mit 3,1,0 Fehlern souverän gewinnen. Er ist ein absoluter Wettkampftyp der sich kurz vor dem Ziel noch einmal steigern kann. Wenn man mit ihm in der Zielgeraden in den Endspurt geht, gibt es einfach keine Chance ihn zu schlagen. Er hat die Fähigkeit, hier noch einmal alle Kraftreserven zu aktivieren und manche Sekunde die er vorher hat liegen lassen, wieder heraus zu laufen.
Tim Wachsmuth hat zum 1. Mal bei einem großen Wettkampf teilgenommen. Für ihn hieß es nun den Rückstand in Sachen Sicherheitsbestimmungen aufzuholen um für die Deutsche Meisterschaft gerüstet zu sein. Er soll ja mit Tobias Feige in der Jugendklasse bei der DM unseren Club zu vertreten. Tim hat sich sicher bemüht, für ihn waren es viele neue Eindrücke. Er muss noch lernen sich in solchen Wettkämpfen zu behaupten. Tim hat immer noch einen gewissen Lauf- u. Schießrückstand, dennoch war es kein schlechtes Ergebnis (Platz 8, mit 1,3,3 Fehlern) was er auf dem Sonnenberg gezeigt hat. Allerdings wurde ihm hier deutlich gezeigt wo die Reise hingeht, in welchen Dimensionen in seiner Altersklasse gelaufen und geschossen wird.
Julius Hristov war in der Altersklasse Junioren B schon der potentielle Sieger. Am Schießstand wurde ihm aber durch einen Regelverstoß der Kampfrichter diese Platzierung genommen. Trotz Havarie an seiner eigenen Waffe, wurde ihm keine Reservewaffe zur Verfügung gestellt wurde. So etwas darf einem erfahrenen Kampfrichter nicht passieren. Somit ergab sich für Julius durch einen enormen Zeitverlust nur noch ein 4. Platz.
Torsten der in der Herren AK III gestartet ist, ging es ähnlich. Aus organisatorischen Problemen ergab sich für ihn am Schießstand eine 2 malige Wartezeit, da alle Schießstände besetzt waren. Die Zeitgutschrift die er bekam, war zudem geringer als die eigentlich verlorene Zeit. Somit ist die bessere Platzierung für Torsten ohne Eigenverschulden am Schießplatz verloren gegangen. Torsten ist ein Sportler der sich während des Wettkampfes in der Leistung steigern kann. Er holt läuferisch das Letzte aus sich heraus. Torsten kennt aber auch seine Schwächen. Seine „Wackeldisziplin“ ist das Stehendschießen, hier sollte er sein Nervenkostüm einfach mehr zur Ruhe zwingen.
Andreas Hoffmann hat souverän in der Herrenklasse gewonnen. Er ist ein prädestinierter Läufer. Es ist eine Augenweide ihm zuzuschauen, wenn er auf Flachstücken oder auch bergab den Schritt zieht. Zudem ist er ein guter Startläufer in der Staffel, hier beweißt er eine hohe Konzentration und blendet das Geschehen am Schießstand neben sich vollständig aus.Steffen Friedrich lief in der Altersklasse Herren II. Er hat ebenfalls wie Tim Wachsmuth noch einen Laufrückstand, den es aufzuholen gilt.
Die Ergebnisse der letzten Wettkämpfe lassen uns optimistisch auf die Anforderungen der Deutschen Meisterschaft schauen. Mit einem guten Trainingsplan für den Sommer, können wir sicher noch einige Reserven mobilisieren und sind besten für die DKB Arena gerüstet.

geschrieben von Kerstin Finze

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